Methodik

Während der Pilotphase wurde in einem iterativen Prozess in Zusammenarbeit mit den Kantonen ein einfaches Verfahren für die Evaluation und Etablierung von Generhaltungsgebieten entwickelt, welches nun als standardisierter Ausscheidungs-Mechanismus weiterverwendet wird. Dabei zeigte sich, dass Waldreservate aufgrund des bestehenden Reservatschutzes für die Erhaltung forstlicher Genressourcen prädestiniert sind, aber auch weitere Schutzgebietstypen, wie Auengebiete des nationalen Aueninventars oder kantonale Schutzgebiete geeignet sein können.
 

Übersichtskarte der Schweiz mit allen bestehenden Waldreservaten und Schutzgebieten, welche im nationalen Auen-Inventar erfasst sind.

In den Folgeprojekten gilt es nun die Sicherung der Generhaltungsgebiete der ersten Baumarten-Serie zu vollziehen, den Ausscheidungs-Mechanismus für eine zweite Baumarten-Serie zu durchlaufen und die Rahmenbedingungen für den Unterhalt von Generhaltungsgebieten zu klären.

Vom Waldreservat zum Generhaltungsgebiet

Im Ausscheidungsprozess arbeiten das Projekt und die Kantone in Rahmen eines standardisierten Vorgehens eng zusammen. Sie teilen sich somit die Verantwortung und die Zuständigkeit variiert in den insgesamt fünf Schritten von der Aufbereitung der Datengrundlage bis zum Eintrag in den nationalen Generhaltungsgebiete-Kataster (NKG) und die europäischen Generhaltungsgebiete-Datenbank (externe Seite EUFGIS).
 

Das Download Factsheet 2 "Leitfaden Ausscheidung" (PDF, 439 KB) bietet eine Übersicht über den gesamten Ausscheidungs-Mechanismus, sowie eine praktische Anleitung der einzelnen Schritte.

Unterhalt von Generhaltungsgebieten

Der Betrieb von Generhaltungsgebieten umfasst die drei Elemente Bewirtschaftung, Monitoring und Fortbestand. Auch hier teilen sich die Kantone und der Bund die Verantwortung und arbeiten bei wichtigen Entscheidungsfragen eng zusammen. Ein pragmatisches Monitoring-System mit einer schlanken Liste von Indikatoren zur Erfassung der effektiven Veränderung von Zielbaumarten ist in Bearbeitung und orientiert sich an der externe Seite EUFORGEN-Strategie.
 

Ein entsprechendes Factsheet 3 "Leitfaden Betrieb" ist in Entwicklung.