BSc-/MSc-Arbeiten
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Der Wildapfel (Malus sylvestris Mill.) gehört wahrscheinlich zu den seltenen, gefährdeten Baumarten der Schweiz. Genaue Häufigkeit und Verbreitung sind aber weitgehend unbekannt und auch bei wichtigen ökologischen Fragestellungen (Artreinheit, standörtliche Bindung, Populationsgeschichte) bestehen grosse Kenntnislücken. Bei bisherigen Schweiz weiten Verbreitungserhebungen zur Wildbirne (Pyrus pyraster Burgsd.) wurde eine beträchtliche Bindung von Holzapfel und Wildbirne beobachtet. Dafür sind ganz unterschiedliche Gründe denkbar: analoge standörtliche Bindung, analoge ökologische Nische (z.B. Samenausbreiter) und/oder analoge Bindung an bestimmte anthropogene Einflüsse. In der Arbeit geht es darum, die Charakteristik der spezifischen Holzapfelnische zu untersuchen (Mikrostandort, Konkurrenzverhältnisse, Bindung an die Wildbirnennische etc.). Damit werden offene ökologische Fragen beantwortet und wertvolle Hinweise für eine zukünftige Verbreitungserhebung sowie für die Förderung der seltenen Baumart Holzapfel erschlossen.
Die einheimischen Lindenarten sind standörtlich nicht strikt getrennt. Im Jura kommt zwar mehrheitlich die Sommerlinde vor, in kristallin geprägten Alpentälern (Maggia, obere Aare, obere Reuss) und in den Tieflagen-Auenwäldern des Mittellandes dagegen die Winterlinde. Es finden sich aber auch weite Gebiete mit gemischtem Auftreten beider Arten. Hier kommen auch Hybriden vor. Der Hybridkomplex von T. x europaea s.l. bildet ein morphologisches Kontinuum mit fliessenden Übergängen zu beiden Elternarten und unterschiedlichen regionalen Ausprägungen. Die Untersuchung morphologischer Merkmale soll Aufschluss über deren Anwendung bei der praktischen Artansprache liefern und Hinweise zur Hybridisierung und deren Stellenwert für die Populationsbiologie beider Arten erschliessen. Dazu sollen sowohl in getrennten als auch gemischten Vorkommen an grossen Probenzahlen ausgewählte morphologische Merkmale im Feld erfasst und mittels Methoden der multivariaten Statistik ausgewertet werden. Mit bisherigen schweizweiten Verbreitungserhebungen zu den Lindenarten besteht bereits eine gute Übersicht und grosse Zahl an möglichen Untersuchungsobjekten.
Aufgrund von Habitatverlust infolge verminderter Gewässerdynamik und Verdrängung durch häufig angepflanzte Hybridpappeln ist die ursprüngliche artreine Schwarzpappel relativ selten geworden und muss als gefährdete Baumart eingestuft werden. Förderungsmassnahmen im Rahmen des Waldmanagements werden durch die schwierige Artansprache (Unterscheidung von Hybridpappeln) massiv erschwert. Die Untersuchung morphologischer Merkmale soll genauere Angaben über deren Anwendung bei der Artansprache liefern (praktische Förderung) und Hinweise auf möglicherweise vorhandene regionale Morpho- und Ökotypen erschliessen (Populationsbiologie, Förderungsstrategien). Dazu sollen an grossen Probenzahlen ausgewählte morphologische Merkmale im Feld erfasst und mittels Methoden der Statistik ausgewertet werden. Mit den Verbreitungserhebungen des Projektes SEBAPOP (www.seba. ethz.ch) steht dafür eine grosse Zahl genetisch überprüfte Individuen mit genauer Artzuordnung zur Verfügung.
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Professur für Waldökologie
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